AGB’s

Allgemeine Reise- und Geschäftsbedingungen für Angelreisen der Firma Guided-Fishing-Tours

Diese Allgemeinen Reise- und Geschäftsbedingungen regeln die
Rechtsbeziehungen zwischen Ihnen als Kunde und uns als Reiseveranstalter.
Sie werden Bestandteil des Reisevertrages.

1. Abschluss des Reisevertrages

1. Mit der Anmeldung bietet der Kunde dem Reiseveranstalter den Abschluss
eines Reisevertrages verbindlich an. Die Anmeldung kann schriftlich, mündlich
oder fernmündlich vorgenommen werden. Sie erfolgt durch den Anmelder auch
für alle in der Anmeldung mit aufgeführten Teilnehmer, für deren
Vertragsverpflichtung der Anmelder wie für seine eigenen Verpflichtungen
einsteht. Erfolgt die Reiseanmeldung mündlich oder fernmündlich ist innerhalb
von 7 Tagen ab dieser Anmeldung eine schriftliche Reiseanmeldung entsprechend
unserem Formular nachzureichen. Erst nach Eingang der schriftlichen Bestellung
mit Unterschrift(en) ist die Bestellung verbindlich. Sämtliche Abreden,
Nebenabreden und Sonderwünsche sind schriftlich zu erfassen. Vor
Vertragsschluss übermitteln wir dem Kunden unsere vollständigen Allgemeinen
Reisebedingungen. Bei Vertragsschluss oder unverzüglich danach händigen wir
dem Kunden die vollständige Reisebestätigung aus. Dazu sind wir nicht
verpflichtet, wenn es sich um eine kurzfristige Buchung weniger als 7 Werktage
vor Reisebeginn handelt. Wir haben in diesem Fall jedoch auf die Obliegenheiten
zur Mängelanzeige und Fristsetzung vor Kündigung des Reisevertrages nach den
§§ 651 c ff BGB hinzuweisen.
2. An die Reiseanmeldung ist der Kunde 2 Wochen gebunden. Während dieser
Frist müssen wir die Annahme erklären. Andernfalls ist kein Vertrag zustande
gekommen.
3. Weicht die Reisebestätigung von der im Auftrag gegebenen Reise ab, so liegt in
unserer Reisebestätigung ein neuer Vertragsantrag vor, an den wir 20 Tage
gebunden sind und den der Auftraggeber durch Rücksendung der Reisebestätigung
innerhalb dieser Frist annehmen kann.
4. Bitte benachrichtigen Sie uns umgehend, wenn Sie als Reiseanmelder Ihre
Reisedokumente nicht spätestens 5 Tage vor Reiseantritt von uns erhalten haben.
In diesem Falle werden wir, Ihre Zahlung vorausgesetzt, die Reisedokumente
sofort zusenden. Wenn Sie uns nicht benachrichtigen und die Reise aufgrund
fehlender Reisedokumente nicht antreten, müssen wir das als kostenpflichtigen
Rücktritt behandeln.

2. Bezahlung

1. Innerhalb einer Woche nach Erhalt der Reisebestätigung/Rechnung überweisen
Sie uns bitte die auf der Reisebestätigung/Rechnung ausgewiesene
Anzahlung unter Angabe der Reise-Nr. auf das Konto-Nr. 17926536,BLZ 120 300 00
Deutsche Kreditbank AG Diese beträgt 20% (auf volle Euro
gerundet) von dem Gesamtpreis der Rechnung. Die Restzahlung ist 30 Tage vor
Reiseantritt ohne nochmalige Aufforderung zu leisten. Bei kurzfristigen
Buchungen (3 Wochen) wird der gesamte Reisepreis sofort fällig. Ihre auf den
Reisepreis geleisteten Zahlungen sind gem. § 651 k BGB insolvenzgesichert. Der
Sicherungsschein wird Ihnen mit der Reisebestätigung/Rechnung übersandt.
2. Können wir Ihre Reiseanmeldung nicht bestätigen oder ist unser Alternativangebot
von Ihnen nicht angenommen worden, werden wir den von Ihnen
bereits geleisteten Anzahlungsbetrag unverzüglich erstatten.
3. Sollte der vollständige Reisepreis nicht 7 Tage vor Reisebeginn beim Reiseanbieter
eingegangen sein, berechtigt dies den Reiseanbieter zur Auflösung des
Reisevertrages und zur Berechnung von Schadensersatz in Höhe der
entsprechenden Rücktrittsgebühren, vorausgesetzt, es läge nicht bereits zu diesem
Zeitpunkt ein zum Rücktritt berechtigender Reisemangel vor.

3. Unsere Leistungen

1. Unsere vertraglichen Leistungen richten sich nach der verbindlichen
Leistungsbeschreibung (Prospekt, Katalog, Internet) sowie den Reiseunterlagen,
insbesondere der Reiseanmeldung und der Reisebestätigung.
2. Nebenabreden, besondere Vereinbarungen, vereinbarte Sonderwünsche des
Reisenden sind in die Reiseanmeldung und insbesondere in die Reisebestätigung
aufzunehmen. Auf Ziffer 1 Absatz 1 dieser Bedingungen wird Bezug genommen.

4. Leistungs- und Preisänderungen

1. Änderungen und Abweichungen einzelner Reiseleistungen von dem
vereinbarten Inhalt des Reisevertrages, die nach Vertragsschluss notwendig
werden und die vom Reiseveranstalter nicht wider Treu und Glauben
herbeigeführt wurden, sind nur gestattet, soweit die Änderung oder Abweichung
nicht erheblich ist und den Gesamtzuschnitt der gebuchten Reise nicht
beeinträchtigt. Der Reiseveranstalter ist verpflichtet, den Kunden über
Leistungsänderungen oder -abweichungen unverzüglich in Kenntnis zu setzen.
Gegebenfalls werden dem Kunden eine kostenlose Umbuchung oder ein
kostenloser Rücktritt angeboten.
2. Der Reiseveranstalter behält sich vor, die ausgeschriebenen und mit der
Buchung bestätigten Preise oder Beförderungskosten in dem Umfange zu ändern,
wie sich diese Erhöhung auf den Reisepreis auswirkt. Im Falle einer
nachträglichen Änderung des Reisepreises, spätestens 21 Tage vor Reiseantritt, ist
der Reisende in Kenntnis zu setzen. Bei Preiserhöhungen um mehr als 5% oder
im Fall einer erheblichen Änderung einer wesentlichen Reiseleistung ist der
Reisende berechtigt, ohne Gebühren vom Reisevertrag zurückzutreten, oder die
Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen Reise zu verlangen, wenn der
Reisveranstalter in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den
Reisenden aus seinem Angebot anzubieten. Diese Rechte hat der Reisende
unverzüglich nach der Erklärung des Reiseveranstalters diesem gegenüber geltend
zu machen.

5. Rücktritt durch den Kunden oder Umbuchungen

1. Tritt der Kunde vom Reisevertrag zurück oder die Reise nicht an, kann der
Reiseveranstalter Ersatz für die getroffenen Reisevorkehrungen und
Aufwendungen verlangen. Sein Ersatzanspruch ist unter Berücksichtigung der
gewöhnlich ersparten Aufwendungen und möglichen anderweitigen
Verwendungen pauschaliert. Es werden berechnet:
– bis 61 Tage vor Reisebeginn 30,00 EUR
– ab 60 bis 30 Tage vor Reisebeginn 50% des Reisepreises
– ab 29 bis 1 Tage vor Reisebeginn 80% des Reisepreises
– bei Nichtantritt der Reise 100% des Reisepreises.
Der Reiseveranstalter kann einen höheren Schaden als in den pauschalierten
Rücktrittsgebühren vereinbart geltend machen, wenn er hierfür den Nachweis
führt. Entscheidend bei der Berechnung ist der Eingang der Stornierung beim
Reiseveranstalter. Dem Kunden wird der Nachweis eines niedrigeren Schadens
oder einer Wertminderung gestattet.
2. Sollen nach der Buchung auf Wunsch des Kunden Änderungen/ Umbuchungen
vorgenommen werden, können, sofern Ihre Durchführung überhaupt möglich ist,
nur nach Rücktritt vom Reisevertrag zu Bedingungen gem. Absatz 1 und
gleichzeitiger Neuanmeldung durchgeführt werden. Bei Umbuchungswünschen,
die ohne große Aufwendungen realisierbar sind, jedoch die Erstellung einer neuen
Rechnung zur Folge haben, berechnen wir eine Bearbeitungsgebühr von 30,00
EUR.
3. Bis zum Reisebeginn kann der Reisende verlangen, dass statt seiner ein Dritter
in die Rechte und Pflichten aus dem Reisevertrag eintritt. Der Reiseveranstalter
kann dem Eintritt des Dritten widersprechen, wenn dieser den besonderen
Reiseerfordernissen nicht genügt oder seine Teilnahme gesetzlichen Vorschriften
oder behördlichen Anordnungen entgegenstehen. Tritt ein Dritter in den Vertrag
ein, so haften er und der Reisende dem Reiseveranstalter als Gesamtschuldner für
den Reisepreis und die durch den Eintritt des Dritten entstehenden Mehrkosten.
Eventuelle Umbuchungen werden wie in Absatz 1 berechnet.
4. In Ihrem Interesse und aus Beweisgründen haben Rücktritts-, Umbuchungs- und
Änderungserklärungen in schriftlicher Form (per Einschreiben) zu erfolgen.

6. Informationspflicht

Die Informationspflicht nach § 651 Abs. 5 BGB ist seitens des Reiseveranstalters
durch Ziffer 1, 2 und 5 dieser Allgemeinen Reise- und Geschäftsbedingungen
und das Informationsblatt mit der Objektbeschreibung und Angabe der
Reisegebühr erfüllt. Der Anmelder bestätigt mit seiner Unterschrift auf der
Reiseanmeldung der Fa. Guided-Fishing-Tours die Vertragsbedingungen und
die Objektinformation zur Kenntnis genommen und anerkannt zu haben.

7. Nicht in Anspruch genommene Leistungen

Nimmt der Reisende einzelne Reiseleistungen in Folge vorzeitiger Rückreise oder
aus sonstigen zwingenden Gründen nicht in Anspruch, so wird sich der
Reiseveranstalter bei den Leistungsträgern um Erstattung der ersparten
Aufwendungen bemühen. Diese Verpflichtung verfällt, wenn es sich um völlig
unerhebliche Leistungen handelt oder wenn einer Erstattung gesetzliche oder
behördliche Bestimmungen entgegenstehen. Der Reiseveranstalter ist berechtigt,
20% des vergüteten Betrages als Ausgleich für zusätzliche Mühen und Kosten
einzubehalten. Der Reiseveranstalter vermittelt dem Kunden die Gelegenheit, bei
der Europäischen Reiseversicherung AG selbst eine Reiserücktrittsversicherung
abzuschließen.

8. Rücktritt und Kündigung durch den Reiseveransta

Der Reiseveranstalter kann in folgenden Fällen vor Antritt der Reise vom
Reisevertrag zurücktreten oder nach Antritt der Reise den Reisevertrag kündigen:
ohne Einhaltung einer Frist: Wenn der Reisende die Durchführung der Reise
ungeachtet einer Abmahnung des Reiseveranstalters nachhaltig stört oder wenn er
sich in solchem Maße vertragswidrig verhält, dass die sofortige Aufhebung des
Vertrages gerechtfertig ist. Kündigt der Reiseveranstalter, so behält er den
Anspruch auf den Reisepreis, er muss sich jedoch den Wert der ersparten
Aufwendungen sowie diejenigen Vorteile anrechnen lassen, die er nachweisbar
aus einer anderweitigen Verwendung der nicht in Anspruch genommenen
Leistung erlangt, einschließlich der ihm von Leistungsträgern gutgebrachten
Beträge.

9. Kündigung infolge höherer Gewalt

1. Erschwerung, Gefährdung oder Beeinträchtigung erheblicher Art durch nicht
vorhersehbare Umstände wie Krieg, innere Unruhen, Epidemien, hoheitliche
Anordnung, Naturkatastrophen, Havarien, Zerstörung von Unterkünften oder
gleichgewichtige Fälle berechtigen beide Teile nach Maßgabe dieser Vorschrift zu
kündigen.
2. Im Falle der Kündigung kann der Reiseveranstalter für erbrachte oder noch zu
erbringende Reiseleistungen eine nach § 638 Abs. 3 BGB zu bemessende
Entschädigung verlangen.
3. Der Reiseveranstalter ist im Kündigungsfalle zur Rückbeförderung verpflichtet,
falls der Vertrag die Beförderung mit umfasst. In dem Fall hat er die zur
Durchführung der Vertragsaufhebung erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen.
4. Die Mehrkosten der Rückbeförderung, soweit diese im Vertrag mit erfasst sind,
tragen die Parteien je zur Hälfte, die übrigen Mehrkosten hat der Reisende zu
tragen.

10. Mindestteilnehmerzahl

1. Ist in der Beschreibung der Reise (Prospekt/Katalog/Internet) ausdrücklich auf
eine Mindestteilnehmerzahl hingewiesen, so kann der Reiseveranstalter erklären,
dass die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht und die Reise nicht durchgeführt
wird.
2. Der Reiseveranstalter wird dem Reisenden die Erklärung nach Absatz 1
unverzüglich nach Kenntnis der nichterreichten Teilnehmerzahl, spätestens bis
vier Wochen vor Reisebeginn zugehen lassen.
3. Der Reisende kann die Teilnahme an einer anderen Reise verlangen, wenn der
Reiseveranstalter in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den
Reisenden aus seinem Angebot anzubieten.
4. Der Reisende hat dem Reiseveranstalter gegenüber sein Recht nach Absatz 3
unverzüglich nach Zugang der Erklärung des Reiseveranstalters geltend zu
machen.
5. Macht der Reisende nicht von seinem Recht nach Absatz 3 Gebrauch, so ist der
von dem Reisenden gezahlte Betrag unverzüglich zurückzuerstatten.

11. Haftung des Reiseveranstalters

1. Der Reiseveranstalter haftet für die konkrete Beschreibung des Reiseverlaufes
und des Objektes. Er haftet im Rahmen der Sorgfaltspflicht ordentlicher Kaufleute
für eine ordnungsgemäße Abwicklung der Buchung. Der Reiseveranstalter haftet
nach den gesetzlichen Bestimmungen. (Gilt ebenfalls für eventuelle internationale
Übereinkommen und auf diesen beruhenden gesetzlichen Bestimmungen, nach
denen ein Anspruch auf Schadensersatz nur unter bestimmten Voraussetzungen
oder Beschränkungen geltend gemacht werden kann. Der Reiseveranstalter kann
sich gegenüber dem Reisenden darauf berufen.) Bei Vertragsbruch seitens des
Objektbesitzers bietet der Reiseveranstalter einen kostenlosen Rücktritt an. Die
Haftung des Reiseveranstalters beschränkt sich, soweit ein Schaden des Reisenden
weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wird in jedem Falle auf den
dreifachen Reisepreis für Sach- und Vermögensschäden. Dem Kunden wird in
diesem Zusammenhang im eigenen Interesse der Abschluss einer Reiseunfalloder
Reisegepäckversicherung empfohlen.
2. Die Haftung des Reiseveranstalters ist ausgeschlossen bei eventuellen Schäden
am Objekt, Ausstattung, Ausrüstung, Zubehör und Umgebung, gleichfalls bei
Beanstandung des oben angegebenen. Der Reiseveranstalter haftet nicht für
unvorhersehbare Vorkommnisse und Gegebenheiten, die nicht das Objekt und
dessen Beschreibung direkt betreffen. Unvorhersehbare Änderungen und
Veränderungen können sein: plötzliche Gesetzesänderungen, Änderungen
bestehender Rechts des täglichen Lebens, Angelrechte, Preiserhöhungen für
bestehende Angel- oder sonstige Lizenzen, plötzliche Verbote zur Betretung der
verschiedenen Einrichtungen, Ländereien, Gewässer oder sonstige Areale. Der
Reiseveranstalter kann nicht haftbar gemacht werden für Umweltschäden.
Militärübungen, Kriege, Katastrophen, Streiks, höhere Gewalt, Naturkatastrophen,
klimatische Veränderungen, politische Veränderungen usw.. Der Reiseveranstalter
haftet nicht für Störungen bei Fremdleistungen (Fährpassagen). Der
Reiseveranstalter ist aus der Haftung ausgeschlossen bei der Ausübung aller
Aktivitäten, z.B. Benutzung von Booten, Hochseefischerei, Sportfischerei u.a.
Auch wenn die Möglichkeit zur Ausübung der Aktivitäten vom Reiseveranstalter
gewährt werden, geschieht dies ausschließlich auf eigenes Risiko des Kunden. Es
kann keine Fanggarantie gegeben werden, ebenso kann für die Qualität der Fische
und für den Erfolg des Fischfangs nicht garantiert werden. Eine Wettergarantie ist
ausgeschlossen.

12. Gewährleistung und Abhilfe

1. Sind die Reiseleistungen nicht vertragsgemäß, so kann der Reisende Abhilfe
verlangen. Der Reiseveranstalter kann die Abhilfe verweigern, sofern dieses einen
unverhältnismäßigen Aufwand erfordert. Die Abhilfe besteht in der Beseitigung
des Reisemangels bzw. einer gleichwertigen Ersatzleistung.
2. Der Reisende kann die Herabsetzung des Reisepreises verlangen, wenn er den
oder die Reisemängel bei dem Reiseleiter oder, falls ein Reiseleiter nicht
erreichbar ist, bei dem Reiseveranstalter direkt angezeigt, soweit nicht erhebliche
Schwierigkeiten die Mängelanzeige gegenüber dem Reiseveranstalter unzumutbar
machen. Unterlässt der Reisende schuldhaft die Mängelanzeige, so stehen ihm
keine Ansprüche auf Herabsetzung des Reisepreises zu. Busfahrer und Reiseleiter
sind nicht berechtigt, irgendwelche Ansprüche anzuerkennen.
3. Ist die Reise mangelhaft und leistet der Veranstalter nicht innerhalb der vom
Reisenden zu bestimmten angemessenen Frist Abhilfe, so kann der Reisende auch
selbst Abhilfe schaffen und Ersatz der erforderlichen Aufwendungen verlangen.
Einer Fristsetzung bedarf es nicht, wenn der Veranstalter die Abhilfe
verweigert oder ein besonderes Interesse des Reisenden die sofortige Selbsthilfe
rechtfertigt.
4. Wird die Reise durch einen Mangel erheblich beeinträchtigt, so kann der
Reisende eine angemessene Frist zur Abhilfe setzen. Verstreicht diese Frist
nutzlos, so kann der Reisende den Reisevertrag kündigen. Die Fristsetzung ist
entbehrlich, wenn die Abhilfe unmöglich ist, verweigert wird oder die sofortige
Kündigung durch ein besonderes Interesse des Reisenden gerechtfertigt ist. Das
gilt entsprechend, wenn dem Reisenden die Reise infolge eines Mangels aus
wichtigem und dem Veranstalter erkennbaren Grund nicht zumutbar ist.
5. Bei berechtigter Kündigung kann der Veranstalter für erbrachte oder zur
Beendigung der Reise noch zu erbringende Reiseleistungen eine Entschädigung
verlangen. Für deren Berechnung sind der Wert der erbrachten Reiseleistungen
sowie der Gesamtreisepreis und der Wert der vertraglich vereinbarten
Reiseleistungen maßgeblich (vgl. § 471 BGB). Das gilt nicht, sofern die
erbrachten oder zu erbringenden Reiseleistungen für den Reisenden kein Interesse
haben. Der Veranstalter hat die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, die infolge
der Vertragsaufhebung notwendig sind. Ist die Rückbeförderung vom Reisevertrag
mit umfasst, so hat der Veranstalter auch für diese zu sorgen und die Mehrkosten
zu tragen.
6. Der Reisende kann unbeschadet einer Minderung und der Kündigung
Schadensersatz wegen Nichterfüllung verlangen, es sei denn, der Mangel beruht
auf einem Umstand, den der Reiseveranstalter nicht zu vertreten hat.

13. Mitwirkungspflicht des Reisenden

Der Reisende (Kunde) ist verpflichtet, bei eventuell auftretenden Störungen der
angebotenen Leistungen, alles ihm Zumutbare zu unternehmen, um zu einer
Behebung der Störung beizutragen und den eventuell entstandenen Schaden so
gering wie möglich zu halten. Sollte die Mitwirkungspflicht vom Kunden
unterlassen werden, schließt dies einen eventuell geforderten Schadensersatz
gegenüber dem Reiseveranstalter aus.

14. Haftung des Kunden

Der Kunde haftet für sich und die von ihm angemeldeten Personen gegenüber dem
Objektbesitzer für von ihm oder von den mit angemeldeten Personen vorsätzlich
oder durch grobe Fahrlässigkeit oder durch Unfug angerichtete Schäden an
Objekt, Ausstattung, Fahrzeug, Umgebung und für alle die ihm und den
mitangemeldeten Personen eventuell anvertrauten Gegenständen zur Ausübung
der verschiedenen Aktivitäten voll.

15. Fähr- und Flugticketbestellung

Der Reiseveranstalter bietet eine Pauschalreise in Verbindung mit Fährpassagen oderFlügen
und mit einem Objekt an. Die Bezahlung findet zwischen Kunden (Besteller) und
Reiseveranstalter statt. Der Reiseveranstalter ist verpflichtet, die Zahlung des
Kunden pünktlich an die Reederei oder die Fluggesellschaft zu überweisen. Nach der Aushändigung des
Tickets an den Kunden läuft das übrige zwischen Reederei/ Fluggesellschaft und Kunden ab.
Der Reiseveranstalter kann für Störungen oder sonstige Widrigkeiten
irgendwelcher Art in bezug auf die Beförderung sowie für das Wohl des Kunden
und der mitreisenden Personen während der Überfahrten (Hin- und Rückfahrt)
sowie der Ankunft im Hafen usw. nicht haftbar gemacht werden.

16. Pass/Zollbestimmungen

Der Reiseveranstalter weist im Informationsblatt auf die Einfuhrbestimmungen
der verschiedenen Produkte hin. Dementsprechend ist der Kunde und die
mitreisenden Personen für die Einhaltung der Bestimmungen selbst
verantwortlich. Bei Übertretung der geltenden Bestimmungen sowie mögliche
nachfolgende Ermittlungen oder Bestrafungen oder Schäden wird seitens des
Reiseveranstalters keine Haftung übernommen.

17. Ausschluss von Ansprüchen und Verjährung

1. Ansprüche wegen mangelhafter Reiseleistungen, nachträglicher Unmöglichkeit
und wegen Verletzung von Nebenpflichten hat der Reisende innerhalb eines
Monats nach vertraglich vorgesehener Beendigung der Reise gegenüber dem
Reiseveranstalter geltend zu machen. Nach Ablauf der Frist können Ansprüche
nur geltend gemacht werden, wenn der Reisende eine genannte Frist ohne eigenes
Verschulden nicht einhalten konnte.
2. Vertragliche Ansprüche von Reisenden verjähren in 12 Monaten. Die
Verjährung beginnt an dem Tag, an dem die Reise dem Vertrag nach enden sollte.
Hat der Reisende solche Ansprüche geltend gemacht, so ist die Verjährung bis zu
dem Tag gehemmt, an dem der Reiseveranstalter die Ansprüche schriftlich
zurückweist.

18. Pauschalreisevertrag, Reisevermittlung und Vermittlung verbundener Reiseleistungen

§ 651a

Bürgerlichen Gesetzbuch, Vertragstypische Pflichten beim Pauschalreisevertrag

(1) Durch den Pauschalreisevertrag wird der Unternehmer (Reiseveranstalter) verpflichtet, dem Reisenden eine Pauschalreise zu verschaffen. Der Rei-sende ist verpflichtet, dem Reiseveranstalter den vereinbarten Reisepreis zu zahlen.

(2) Eine Pauschalreise ist eine Gesamtheit von mindestens zwei verschiedenen Arten von Reiseleistungen für den Zweck derselben Reise. Eine Pauschalreise liegt auch dann vor, wenn

  1. Die von dem Vertrag umfassten Reiseleistungen auf Wunsch des Reisenden oder entsprechend seiner Auswahl zusammengestellt wurden oder
  1. Der Reiseveranstalter dem Reisenden in dem Vertrag das Recht einräumt, die Auswahl der Reiseleistungen aus seinem Angebot nach Vertragsschluss zu treffen.

(3) Reiseleistungen im Sinne dieses Gesetzes sind

  1. die Beförderung von Personen,
  2. die Beherbergung, außer wenn sie Wohnzwecken dient,
  3. die Vermietung
  4. a) von vierrädrigen Kraftfahrzeugengemäߧ3

Absatz 1 der EG-Fahrzeuggenehmigungsverordnung vom 3. Februar 2011 (BGBl. I S. 126), die zuletzt durch Artikel 7 der Verordnung vom 23. März 2017 (BGBl. I S. 522) geändert worden ist, und

  1. b) von Krafträdern der Fahrerlaubnisklasse A gemäß §6 Absatz1der Fahrerlaubnis-Verordnung vom 13. Dezember 2010 (BGBl. I S. 1980), die zuletzt durch Artikel 4 der Verordnung vom 18. Mai 2017 (BGBl. I S. 1282) geändert worden ist.

4 Jede touristische Leistung, die nicht Reiseleistung im Sinne der Nummern 1 bis 3 ist.

Nicht als Reiseleistungen nach Satz 1 gelten Reiseleistungen, den wesensmäßigen Bestandteil einer anderen Reiseleistung sind.

(4) Keine Pauschalreise liegt vor, wenn nur eine Art von Reiseleistung im Sinne des Absatzes 3 Satz 1

Nummer 1 bis 3 mit einer oder mehreren touristischen Leistungen im Sinne des Absatzes 3 Satz 1 Nummer 4 zusammengestellt wird und die touristischen Leistungen

  1. keinen erheblichen Anteil am Gesamtwert der Zusammenstellung ausmachen und weder ein wesentliches Merkmal der Zusammenstellung darstellen noch als solches beworben werden oder
  2. erst nach Beginn der Erbringung einer Reiseleistung im Sinne des Absatzes 3 Satz 1 Nummer 1 bis 3 ausgewählt und vereinbart werden. Touristische Leistungen machen im Sinne des Satzes 1              Nummer 1 keinen erheblichen Anteil am Gesamtwert der Zusammenstellung aus, wenn auf sie weniger als 25 Prozent des Gesamtwertes entfallen.

(5) Die Vorschriften über Pauschalreiseverträge gelten nicht für Verträge über Reisen, die

  1. nur gelegentlich, nicht zum Zwecke der Gewinnerzielung und nur einem begrenzten Personenkreis angeboten werden,
  2. weniger als 24 Stunden dauern und keine Übernachtung umfassen (Tagesreisen) und deren Reisepreis 500 Euro nicht übersteigt oder
  3. auf der Grundlage eines Rahmenvertrags für die Organisation von Geschäftsreisen mit einem Reisenden, der Unternehmer ist, für dessen unternehmerische Zwecke geschlossen werden.

 

18. Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen

Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen des Reisevertrages hat nicht die
Unwirksamkeit des gesamten Reisevertrages zur Folge. Die unwirksame
Bestimmung ist durch eine zulässige Regelung zu ersetzen, die dem
wirtschaftlichen Ziel am nächsten kommt.

19. Gerichtsstand

Gerichtsstand und Erfüllungsort sind Wippra.
Reiseveranstalter: Guided-Fishing-Tours
Steffen Dietze